Taste Of Chaos Festival 2016

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Am Samstag fand im San Manuel Amphitheater in San Bernardino das Taste Of Chaos Festival statt. Das Festival war der Abschluß der am 17. Juni begonnenen Taste Of Chaos Tour. Wer bei diesem Festival Emo Kids, wie in 2000 erwartete, der wurde überrascht. Das Publikum war gemischt und hauptsächlich zwischen 18 und 30 Jahren alt, die gutgelaunt
in die Wüste kamen, um ihre Lieblingsbands zu sehen.

Auf dem Festival herrscht eine typische Rock ‘N’ Roll Stimmung, was unterstützt wird durch das wunderschöne Ambiente. Die Bühne befindet sich zwischen Hügeln, vorteilhaft ist dabei, dass durch das Gefälle die Bühne auch gut von hinten zu sehen ist. Die Festivalbesucher nutzen dies zu ihrem Vorteil, indem sie vor der Bühne sitzen und entspannt den ersten Bands lauschen.

Mitten im Landinneren von Kalifornien ist Schatten eher selten und so werden Bäume schnell von Festivalbesuchern vereinnammt.

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Vor dem Stand mit den offiziellen Taste of Chaos Tour Merch bildet sich schnell eine Schlange. Viele wollen sich eine Erinnerung an dieses Wochenende mitnehmen und bei den Preisen von 10$, überlegt man auch nicht lange. Mit etwas Glück konnte man auch an diesem Tag eine von allen Bands signierte Gitarre gewinnen, die von Unite The United gesponsert wurde, eine Non-Profit Organization, die sich für lokale Charities einsetzen.

Natürlich darf bei einem Festival, was von einem Energy Drink gesponsert wird, der Getränkestand nicht fehlen, wo es kostenlose Verköstigungen mit dem Energy Drink gibt. Auch wenn es Festivalbesuchern erlaubt ist, eigenes Essen mit aufs Gelände zu bringen, entscheidet sich doch die Mehrheit sich bei den verschiedenen Essständen zu versorgen. So gibt es hier einen amerikanischen Klassiker, das Grilled Cheese (engl. gegrillter Käse) Sandwich. Die Auswahl ist groß, so gibt es von Pizza, Asiatisch gegrillten Hühnchen bis zu frittierten Kartoffelspiralle für jeden etwas.

Ein bisschen Jahrmarktsstimmung kommt auch auf, denn es gibt eine Riesenwasserrutsche und ein Kettenkarrussel und wer wollte nicht schon immer einmal seine Lieblingsband vom Kettenkarrussel aus performen sehen?

Die Zusammensetzung der Bands hatte etwas nostalgisches an sich, da beide Headliner, Taking Back Sunday wie auch Dashboard Confessional ihren Durchbruch und größten Hits Anfang 2000 hatten und aus ihren damaligen jungen Fans jetzt junge Erwachsene geworden sind. Auch wenn die Bands damals dem Emo Genre zugeordnet worden, waren die Auftritte viel mehr Alternative Rock, Indie Rock oder einfach nur Rock ‘N’ Roll mit ein bisschen Post-Hardcore. Ab 14:00 Uhr spielten die Bands ohne Unterbrechung, so konnte das Publikum fast 10 Stunden Musik ihrer Lieblingsbands genießen.

Die Bands der älteren Generation, The Get Up Kids und Quiksand, wurden vom Publikum gut aufgenommen. Den gleichen Enthusiasmus wie die Headliner, insbesondere Adam Lazzara, Sänger von Taking Back Sunday, der bei seinem Autritt betonnte wie unglaublich er es fand mit diesen Bands zusammen auf der gleichen Bühne spielen zu dürfen, konnten sie jedoch nicht teilen.

Saosin, wiedervereint mit Anthony Green, waren an diesem Tag wohl die aussergewöhnlichste Band. Die Performanz von Sänger Anthony Green war voller Energie und an Extrovertiertheit nicht zu überbieten.

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Übertroffen wurde Green dann nur von dem Mikrofon schwingendem Adam Lazzara, die um 21 Uhr auf die Bühne kamen, nachdem die Sonne schon untergegangen war. Zu diesem Zeitpunkt wurde es auch vor der Bühne richtig voll. Mit “What’s It Feel Like To Be A Ghost” begannen Taking Back Sunday das Set und das Publikum sang jeder Zeile mit.
Das Set war eine gute Mischung zwischen neuen Songs (“Holy Water”, “Tidal Wave”) und alten Klassikern (“Cute Without the E”, “Liar (It Takes One To Know One)”). Der redselige Frontman, Adam Lazzara wendete sich immer wieder dem Publikum zu und scheryhaft immerwieder den vollen Namen des Festivals nannte, da er angeblich für jede Nennung 20$ bekam, wie er später verriet. Und als wäre das nicht schon genug, klettere Lazzara zum Abschluss des Sets bei “MakeDamnSure” auf dem Bühnengeländer hoch und ließ sich kopfüber herunterhängen.

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Mit dem Ende des Sets von Taking Back Sunday verließen dann auch die ersten das Festivalgelände. Dashboard Confessional, die den Tag mit ihrem Set beendeten, waren jedoch der krönnende Abschluß des Festivaltages. Egal ob bei “Vindicated”, “The Swiss Army Romance” oder “Screaming Infidelities”, die Texte werden aus vollem Leib vom Publikum mitgesungen. Die Band überraschte mit “Fix You”, einem Cover von Coldplay und “The Moon Is Down” von Sänger Chris Carraba’s früheren Band Further Seems Forever. Der krönnende Abschluß war “Hands Down” in einer besonderen Festival verlängerten Version.

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Hier gehts zur Fotogallerie.

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